Landeeinteilung

landeeinteilung

Die Landeeinteilung beim Gleitschirmfliegen (auch Landevolte genannt) beschreibt den Landeanflug. Die Landeeinteilung lässt sich in verschiedene Abschnitte unterteilen. Die wichtigsten Begriffe bei der Landeeinteilung sind Gegenanflug, Queranflug und Endanflug. Das Ziel der Landeeinteilung ist das sichere Landen am Landeort.

Landeeinteilung

Start und Landung sind die gefährlichsten Momente beim Gleitschirmfliegen. Um die perfekte Landung an jedem Landeplatz zu meistern gibt es ein Regelwerk, an dass sich alle Fluggeräte während der Landephase halten müssen: Die Landeeinteilung. Diese ist übergeordnet, kann aber durch lokale Sonderregelungen erweitert werden.

Lehrfilm des DHV zur Landeeinteilung

Die Abschnitte der Landeeinteilung

Folgend die verschiedenen Phasen und Abschnitte, die bei der Landeeinteilung zur Geltung kommen. Vor dem Einleiten der Landephase gilt es, den Anflug zur Position zu meistern. Jeder Landeplatz hat wenigstens eine Position an die sich Flugteilnehmer halten müssen um Unfälle zu vermeiden. Auf der Landewiese sollte ein Peilpunkt sowie eine Windhose zur Orientierung und Einschätzung vorhanden sein.

Position

Hier wird der Landeanflug eingeleitet. Die Position wird von Gleitschirmfliegern genutzt um gezielt Höhe abzubauen indem der Pilot hier Kreise zieht.

Gegenanflug

Geht der Pilot in den Gegenanflug über, fliegt er langsam und mit Rückenwind und entfernt sich dabei vom Peilpunkt. Hat man sich in der Position verschätzt, so kann man seinen Fehler im Gegenanflug etwas korrigieren. Ist der Pilot noch zu hoch kann er den Gegenanflug verlängern, ist er zu niedrig verkürzt er den Gegenanflug. Zur Orientierung dient der Peilpunkt am Landeplatz.

Queranflug

Durch Gewichtsverlagerung wechselt der Pilot vom Gegen- in den Queranflug. Hat er sich beim Gegenanflug verschätzt, kann er hier seinen Fehler bezüglich
Höhe und Entfernung zum Peilpunkt nochmals korrigieren, indem er den Queranflug mit einem Winkel von mehr oder weniger als 90 Grad zum Peilpunkt wählt.

Im Queranflug legt der Pilot die letzten und maßgeblichen Korrekturen für eine perfekte Landeeinteilung fest.

Endanflug

Wurden im Queranflug alle nötigen Korrekturen vorgenommen, kann sich der Pilot nun in Ruhe auf den Endanflug begeben. Durch sanftes Betätigen der Bremse kann der Gleitschirm schneller sinken um nicht über das Ziel hinaus zu fliegen. Richtungskorrekturen sind im Endanflug nicht mehr möglich.

Häufige Fehler bei der Landeeinteilung

  • Nichtbeachtung des Vorflugrecht: Der Schirm mit mehr Bodennähe hat Vorfahrt
  • Kurshaltepflicht: Der Pilot im Landeanflug muss die Position anfliegen und die Landung einleiten
  • Nichtbeachtung: Peilpunkt oder Windfahne werden nicht überprüft
  • Fehleinschätzung: Wind und Entfernung werden falsch eingeschätzt
Über Daniel 36 Artikel
Ich bin Daniel und lerne grade Gleitschirmfliegen. Mit Hilfe des Blogs festige ich mein Wissen und möchte dir eine Einstiegshilfe in diesen wunderbaren Sport bieten.